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Unabhängig – nicht mit Tesla verbunden

Tesla-FIN entschlüsseln: Herstellercode, Modelljahr, Werk – und was sich belegen lässt

Redaktion Tesla-Referralcode.de · veröffentlicht 06.10.2026 · Stand der Tesla-Angaben 01.10.2026

Inhaltsverzeichnis

Kommt mein Model Y aus Grünheide oder aus Shanghai? Die Frage stellen viele Käufer, sobald die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) im Tesla-Konto erscheint. Im Netz kursieren dazu Tabellen mit Herstellercodes je Werk – meist ohne Quelle.

Die FIN hat einen festen Aufbau, und einige Teile lassen sich in einer öffentlichen Behördendatenbank prüfen. Für die Werke außerhalb der USA gilt das nicht. Wir zeigen deshalb den Aufbau, belegen, was belegbar ist, und sagen offen, welche Zuordnung wir nicht drucken.

Referral Code – unabhängig vom Werk

Code
john580308
Stand
01.10.2026: 1.000 km kostenloses Supercharging bei Neubestellung Model Y / Model 3

Empfehlungslink: Wir erhalten ggf. Tesla-Gutschriften. Den Vorteil gewährt Tesla im Bestellablauf. Nicht mit Tesla verbunden. Offenlegung

§ 1 Wo die FIN steht (Konto, Windschutzscheibe, Fahrzeugschein)

Die FIN begegnet Ihnen an drei Stellen:

  • Im Tesla-Konto, sobald Tesla Ihrer Bestellung ein Fahrzeug zugeordnet hat und die Nummer dort anzeigt. Dann können Sie sie lesen, bevor Sie das Auto sehen.
  • Am Fahrzeug, unter anderem durch die Windschutzscheibe sichtbar und auf dem Typschild.
  • Im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) im Feld E.

Vergleichen Sie bei der Übergabe alle drei. Eine abweichende Stelle ist ein Grund, die Übergabe zu unterbrechen und nachzufragen.

§ 2 Stellen 1–3: Herstellercode und Werk

123WMI45678Modell9P10J11W121314151617NummerWMI = Herstellercode (Stellen 1–3)Modell = Modell, Aufbau, Antrieb (4–8)P = Prüfziffer (Stelle 9)J = Modelljahr (Stelle 10)W = Montagewerk (Stelle 11)Nummer = laufende Nummer (12–17)
Abb. – Aufbau der FIN nach der US-Vorschrift 49 CFR 565.15. Eigene Darstellung.

Abbildung in Worten: Stellen 1 bis 3 Herstellercode, 4 bis 8 Modell, Aufbau und Antrieb, 9 Prüfziffer, 10 Modelljahr, 11 Werk, 12 bis 17 laufende Nummer.

Die ersten drei Stellen sind der Herstellercode (World Manufacturer Identifier, WMI). Er wird je Hersteller und Fahrzeugart vergeben. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA führt dazu eine öffentliche Datenbank (vPIC). Dort sind für Tesla, Inc. am 06.10.2026 vier Codes eingetragen:

Tesla-Herstellercodes in der NHTSA-Datenbank vPIC
WMIFahrzeugart laut vPICEingetragen
5YJPassenger Car2015
SFZPassenger Car2015
7SAMultipurpose Passenger Vehicle2021
7G2Truck2022

Quelle: NHTSA vPIC, Herstellercodes für „Tesla“, abgerufen am 06.10.2026

Was wir nicht drucken: In Foren werden Codes für Fahrzeuge aus Grünheide und Shanghai genannt. Die NHTSA-Datenbank enthält sie nicht – sie erfasst Fahrzeuge für den US-Markt. Ein anderes frei zugängliches Register haben wir nicht gefunden. Wir nennen diese Codes deshalb nicht. Den Herstellercode an sich als Werkskennung zu lesen, ist ohnehin ungenau: Er kennzeichnet den Hersteller, das Werk steht an Stelle 11.

§ 3 Stellen 4–8: Modell, Karosserie, Antrieb – und Stelle 9

Die Stellen 4 bis 8 beschreiben das Fahrzeug. Die US-Vorschrift 49 CFR 565.15 verlangt, dass daraus bei Pkw unter anderem Marke, Baureihe, Karosserieform, Antriebsart und Rückhaltesysteme ablesbar sind; welches Zeichen was bedeutet, legt der Hersteller fest und meldet es der Behörde. Für Tesla heißt das: Das Modell (3, Y, S, X) und Angaben zu Antrieb und Akku stecken in diesem Block, aber die Codierung ist Teslas eigene.

Stelle 9 ist nach derselben Vorschrift eine Prüfziffer. Sie wird aus allen anderen Stellen berechnet: Jedes Zeichen bekommt einen Zahlenwert, wird mit einem Gewicht je Position multipliziert, die Summe wird durch 11 geteilt, der Rest ergibt die Ziffer – oder ein „X“ beim Rest 10. So fällt ein Tippfehler in einer abgeschriebenen FIN auf.

Quelle: 49 CFR § 565.15 (Content requirements), Legal Information Institute, abgerufen am 06.10.2026

Für Fahrzeuge, die für Europa gebaut werden, gilt nicht die US-Vorschrift, sondern die Norm ISO 3779. Ihr Text ist kostenpflichtig, wir haben ihn nicht geprüft. Ob Prüfziffer und Modelljahr bei einem europäischen Tesla genauso belegt sind, prüfen Sie deshalb am eigenen Fahrzeug: Stimmen Stelle 10 und Erstzulassung grob überein, ist die Lesart plausibel.

§ 4 Stelle 10: Modelljahr ist nicht Baujahr

Stelle 10 kodiert nach 49 CFR 565.15 das Modelljahr. Die Buchstaben folgen einer festen Tabelle, in der I, O, Q, U und Z nicht vorkommen:

Modelljahr-Zeichen an Stelle 10 (Auszug aus 49 CFR 565.15, Tabelle VII)
ZeichenModelljahr
N2022
P2023
R2024
S2025
T2026
V2027

Das Modelljahr ist nicht das Baujahr und nicht das Jahr der Erstzulassung. Ein Fahrzeug kann im Herbst gebaut werden und schon das Modelljahr des Folgejahres tragen. Für Sie heißt das: Ein „T“ an Stelle 10 beweist nicht, dass das Auto 2026 gebaut wurde. Den Abgleich machen Sie mit der Erstzulassung im Fahrzeugschein.

Zur Probe haben wir in der NHTSA-Datenbank Beispielmuster mit Teslas US-Herstellercodes abgefragt: Ein „P“ an Stelle 10 wird dort als Modelljahr 2023 gelesen, ein „R“ als 2024.

Quelle: NHTSA vPIC Decoder, abgerufen am 06.10.2026

§ 5 Stellen 11–17: Werk und Seriennummer

Stelle 11 bezeichnet nach 49 CFR 565.15 das Montagewerk, die Stellen 12 bis 17 eine laufende Nummer. Für Teslas US-Werke liefert die NHTSA-Datenbank eine Zuordnung: Bei unseren Probeabfragen las vPIC ein „F“ an Stelle 11 als Fremont und ein „A“ als Austin.

Für Grünheide und Shanghai liefert vPIC keine Zuordnung, weil diese Fahrzeuge dort nicht gemeldet sind. Wer Ihnen eine Werksbuchstaben-Tabelle für Europa zeigt, sollte die Quelle nennen können. Verlässlich sind:

  1. Die Übereinstimmungsbescheinigung (CoC), die zum Fahrzeug gehört. Sie enthält Herstellerangaben; fragen Sie bei der Übergabe danach.
  2. Die Rückfrage bei Tesla im Konto oder bei der Übergabe, aus welchem Werk Ihr Fahrzeug kommt.

Woran Sie die Generation erkennen, wenn die FIN allein nicht reicht, steht in Juniper und Highland erkennen. Und wenn das Auto bei der Übergabe schon Kilometer auf dem Zähler hat: Kilometerstand und Standzeit beim Neuwagen.

§ 6 Macht das Werk einen Unterschied beim Referral Code?

Nein. Die deutsche Empfehlungsseite unterscheidet nach Modell, nicht nach Werk: 1.000 km kostenloses Supercharging bei einer Neubestellung von Model Y oder Model 3 (Stand 01.10.2026). Ob Ihr Fahrzeug später aus Grünheide oder Shanghai kommt, wissen Sie bei der Bestellung meist noch nicht – und Sie müssen es für den Code auch nicht wissen. Den Link öffnen Sie vor der Bestellung, nicht erst, wenn die FIN erscheint.

Wie die einzelnen Modelle im Programm stehen, zeigen die Datenblätter je Modell.